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wJC1: Heimauftakt geht verloren
Florian Nowack - 28. September 2026
Die weibliche C1-Jugend der TGB hat ihren Heimspielauftakt in der Mali-Halle gegen den Nachwuchs der TSG Ketsch mit 18:23 zwar verloren, hinterließ aber ähnlich wie beim Saisonauftakt einen guten Eindruck, und das vor stattlicher Kulisse. Vor allem kämpferisch wusste die Mannschaft zu überzeugen.
Es sind spannende Zeiten für den TGB-Nachwuchs der weiblichen C-Jugend. Nach dem sehr gelungenen Saisonauftakt in Deizisau vor einer Woche, wo man sich zwar geschlagen geben musste, den Favoriten aber lange ärgern konnte, war die Vorfreude, aber auch die Nervosität vor dem Heimspielauftakt groß. Die TSG Ketsch kommt nicht alle Tage zu einem Jugendhandballspiel an die Riss und war selbstverständlich der große Favorit an diesem Tage.
Die Biberacherinnen haben unter der Woche viele positive Schlüsse aus dem Auftakt in Deizisau gezogen, vor allem den, dass man handballerisch ebenbürtig war. Die Körperlichkeit spielte dort die entscheidende Rolle zu Gunsten des TSV. Kampfgeist, Leidenschaft in der Abwehr und Mut im Angriff waren nun auch gegen die Ketscher Jungbären gefordert.
Bis auf die noch verletzte Sarah Ammann konnten die TGB-Trainer Lizano / Nowack erneut auf den kompletten Kader zurückgreifen. Die Stimmung war von Beginn an gut, auch wenn, wie schon erwähnt, die Nervosität groß war. Auch in der Halle war alles hergerichtet für einen tollen Heimspielauftakt und so konnte es pünktlich um 14:15 Uhr unter den Augen von annähernd 100 Zuschauern los gehen.
Zunächst starteten die Gäste wie die Feuerwehr. Mit viel Tempo, vor allem von hinten raus, kamen sie zu den ersten einfachen Treffern. Einem 0:1-Rückstand ließ Amina Winter den ersten Biberacher Treffer folgen. Zwei weitere Tore der Gäste und ein 1:3-Rückstand veranlassten die TGB-Trainer zu einer ersten frühen Auszeit, in der es vor allem ein, zwei Tipps für das Angriffsspiel gab. Im Anschluss gewöhnten sich die TGBlerinnen sehr schnell an das hohe Tempo der Gäste und nahmen den Kampf an. Konnte man nach den ersten fünf Minuten noch das Gefühl haben, heute vor einer herben Niederlage zu stehen, steigerten sich die Biberacherinnen zunehmend. Valentina Grune, Winter, Lina Figel und ein Siebenmeter von Emilia Frankenhauser sorgten für einen Zwischenstand von 5:8 nach 13 gespielten Minuten. Im Angriff hatte man allerdings immer wieder Probleme, zu guten Torchancen zu kommen, auch wenn man viel versuchte. Die Schlussphase der ersten Halbzeit bewies dann aber erneut, das man die TGB nie abschreiben darf. Maja Emser, Figel und erneut Winter trafen und in die Kabinen ging es beim Stand von 10:13.
Zwischenfazit: Die TGBlerinnen haben in diesem Spiel sehr schnell gelernt und hielten vor allem kämpferisch dagegen. Immer wieder gelangen auch im Angriff starke Aktionen und man blieb am Gegner dran.
Den zweiten Durchgang eröffnete dann erneut Biberach, das auf 11:13 verkürzen konnte. Nach einem weiteren Tor von einer stark spielenden Elena Krischak (12:14) folgte dann leider eine kleine Schwächephase der Biberacherinnen und einem daraus resultierenden 4:0.Lauf für die TSG Ketsch. In dieser Phase leistete man sich dann doch den ein oder anderen Fehler zu viel, was in dieser Liga natürlich sofort ausgenutzt wird. In der 43. Spielminute lag man dann mit acht Toren hinten (14:22).
Schlussphase gehört der TGB
Erneut bewies man aber Moral. Es schien so, als wollte man die Gäste nicht so einfach davon kommen lassen, und es schien so, als wollte man den Zuschauern nochmal etwas bieten, denn es folgte eine tolle Aufholjagd. Am Ende musste man sich dann zwar mit 18:23 geschlagen geben, konnte aber erneut stolz sein, auf die gezeigte Leistung.
„Lerneffekt ist heute groß“
„So ein Spiel haben wir gebraucht!“, so Trainer Nowack nach der Partie. „Ketsch war uns, was das Tempo angeht überlegen, aber wie die Mädels heute kämpferisch dagegengehalten haben ist schon stark. Wir haben es wieder geschafft, einen der Großen etwas zu ärgern und merken, das wir nicht weit weg sind. Natürlich sieht man auch, was noch fehlt, aber genau daran werden wir arbeiten! Ein großes Lob an das Team…!“
Überhaupt, es gibt noch mehr Lob zu verteilen, denn der Heimspielauftakt war mehr als gelungen. Ein großes Dankeschön an alle Fans, die die Halle gut gefüllt haben. Und natürlich an alle Helfer, die das überhaupt möglich gemacht haben. Der TSG Ketsch wünschen wir für die weiteren Spiele viel Erfolg und freuen uns schon auf das Rückspiel.
Für die TGB geht die Regionalliga-Reise am kommenden Sonntag weiter, dann geht es wieder auswärts zur Sache, dieses Mal in Herrenberg.

Das TGB-Team: Jule Köhler, Maja Emser, Mila Theiss, Valentina Grune, Amina Winter, Elina Kniep, Adisa Kryeziu, Elena Krischak, Ellie Steigmiller, Lina Figel, Anna Krug, Emilia Frankenhauser, Gemma Steinhauser und Sarah Ammann.