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wJD: Mit Schwung in die Bezirksoberliga
Florian Nowack - 15. Juni 2026
Die weibliche D-Jugend der TGB hat ihre Qualifikation für die in dieser Altersklasse höchste Liga, die Bezirksoberliga, souverän gemeistert. In heimischer Halle konnte man alle vier Spiele gewinnen und damit den Gruppensieg einfahren. Es war ein toller Auftritt als Team, auf dem man aufbauen kann.
Die Vorfreude auf Seiten der Biberacherinnen war im Vorfeld groß, denn nachdem die für vor den Pfingstferien geplante erste Quali-Runde abgesagt wurde, musste man sich nun lange in Geduld üben. Fleißiges Training, unter Anderem auch während der Pfingstferien, sollte sich aber letztlich auszahlen. In heimischer Halle ließ man nichts anbrennen.
Die Rahmenbedingungen: Gleich vier Spiele a 25 Minuten waren zu absolvieren. Ein echter Marathon also. Die beiden ersten Plätze sollten ein Direktticket für die Bezirksoberliga erhalten. Der Dritte muss sich in einer zweiten Quali-Runde beweisen und Platz 4 und 5 den Gang in die Bezirksliga antreten. Das Minimalziel Platz 3 war aus TGB-Sicht also schnell gesteckt.
Los ging es für die neu formierte Truppe, bei der gleich sechs Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs und zusätzlich eine E-Jugendliche dabei waren, dann mit der Partie gegen die SG Hofen/Hüttlingen. Auf dem Papier der härteste Brocken. Man kannte sich bereits von den Duellen aus dem Vorjahr, als beide Teams in der Bezirksoberliga aufeinander trafen. Vor allem im Rückraum ist die Mannschaft von Manuel Linsenmaier und Lena Ott, die fast ausschließlich mit dem älteren Jahrgang antrat, sehr gut besetzt. Die TGBlerinnen starteten dann ohne große Anlaufzeit. Vor allem in der Abwehr agierte man von Beginn an lauffreudig, heiß auf den Ball und mit großem Einsatz. Im Angriff war zunächst noch die ein oder andere Nervosität zu spüren, was sich aber mit zunehmender Spielzeit besserte. Amalia Botezatu, Johanna Mayer und Maja Steinhauser erzielten eine schnelle 3:0-Führung, ehe auch die Gäste erstmals trafen. In der Folge konnte man bis zur zehnten Spielminute auf 8:1 erhöhen und hatte alles im Griff. Ein starker Auftakt der TGB. In der Folge leistete man sich dann zwar den ein oder anderen Fehler, konnte den Vorsprung gegen gute Gäste aber halten – und sogar noch ausbauen (16:7 nach 20 gespielten Minuten). Die Basis war eine ganz starke Abwehrarbeit der Biberacherinnen. Die letzten fünf Minuten gehörten dann aber den Gästen, die noch auf 13:16 verkürzen konnten, was dann auch der Endstand war. Nimmt man die letzten fünf Minuten weg ein ganz starker Start.
Pünktlich zum zweiten Spiel gegen den Österreichischen Vertreter HC Hohenems erhielt man dann noch zusätzliche Unterstützung durch Greta Durm, die zwar nicht im Kader war, die Mannschaft aber dennoch unterstützen wollte. Die TGBlerinnen waren erneut heiß auf den Start in die Partie. Jonna Fritsch und Johanna stellten schnell auf 2:0. Nach dem 1:2-Anschlusstreffer folgte ein Biberacher 7:0-Lauf und damit eine deutliche 9:1-Führung in der siebten Spielminute. In der Folge war es erneut eine top eingestellte Abwehr, die den Gästen das Leben sehr schwer machte. Dazu kam eine blendend aufgelegte Albenita Kryeziu im Biberacher Tor, der gegen Ende der Partie Frida Fleisch in nichts nachstand. Eine tolle Leistung der Torhüterinnen. Die Folge: Eine 17:6-Führung nach 16 gespielten Minuten und damit die Vorentscheidung. Im Angriff hatte man schlichtweg die schnelleren Beine und war dadurch immer wieder torgefährlich. Mara Weddrien und Matilde Karabinos gelangen die ersten D-Jugend-Tore im TGB-Trikot. Im Endspurt schlichen sich dann erneut einige Fehler zu viel ein, am finalen 19:14-Sieg änderte das aber nichts mehr. Das Team hat sich im Vergleich zum ersten Spiel noch etwas steigern können und – was sicherlich der Schlüssel war – die wieselflinke Hohenemserin Malou Gunz sehr gut im Griff.
Es folgte das nächste Länderspiel, dieses Mal gegen die Mädchen aus Bregenz. Diese hatten ihre ersten beiden Spiele ebenfalls, wenn auch knapp, gewinnen können. So kam es zum Duell der beiden Ungeschlagenen und gleichzeitig zum Duell um ein sicheres Ticket für die Bezirksoberliga. Erneut präsentierten sich die TGBlerinnen sehr gut eingestellt und motiviert. Bregenz hatte mit Emma Dür auf Rückraum Mitte eine sehr clevere und mit Nikolina Ciklusic am Kreis bzw. auf Rückraum Links eine sehr groß gewachsene Spielerin in den eigenen Reihen. Auf beides hatte man sich sehr gut eingestellt. Und wieder gelang ein Blitzstart: Josefine Heyel traf bereits kurz nach Anpfiff und Jonna ließ drei weitere Tore folgen – und das von ungewohnter Position. Zwei Tore von Maja sorgten für eine 6:1-Führung. Beim 12:2 in der zwölften Spielminute war die Vorentscheidung gefallen. In der Folge traf auch die noch E-Jugendliche Ella Winter zwei Mal und trug damit ihren Teil zum 21:13-Sieg bei. Erneut konnte sich das Team steigern, war dieses Mal vor allem im Angriff stark und ersparte sich den mauen Endspurt der ersten beiden Spiele. Die Folge: Der dritte Sieg an diesem Tag und damit, auch auf Grund der anderen Ergebnisse, bereits vor dem letzten Spiel der sichere Gruppensieg.
Dennoch wollte die Truppe mit der gleichen Einstellung auch in die letzte Partie des Tages gegen unsere Nachbarn aus Laupheim gehen. Auch wenn nach den langen Spielzeiten die ersten Körperteile weh taten bissen nochmal alle auf die Zähne. Man startete stark, denn bereits in der achten Spielminute stand ein 8:0 auf der Anzeigetafel. Hinten präsentierte man sich nochmal bissig, war heiß auf die Bälle und hatte zudem mit Albenita und Frida einen starken Rückhalt im Tor. So konnte das Trainerteam nochmal früh und viel wechseln und allen Spielerinnen nochmal Spielzeit geben. Über 11:1, 12:2 und 15:3 konnte man letztlich mit 16:5 gewinnen. Den letzten Treffer markierte die lauffreudige Anna Benz.
Die Freude war groß bei den Biberacherinnen. Man konnte nicht nur alle vier Spiele gewinnen, sich nicht nur ein Ticket für die Bezirksoberliga sichern, sich nicht nur von Spiel zu Spiel steigern, sondern auch als Team die nächsten Schritte gehen. Die Stimmung war den Tag über super und die Unterstützung groß. Ein toller Entwicklungsschritt der Truppe, die auf der anderen Seite natürlich auch noch viel zu lernen hat. Nachdem das Trainerteam der TGB die Wasserschlacht gegen das Team klar gewinnen konnte ging es dann erschöpft aber glücklich nach Hause. In der neuen Saison kann man sich damit auf tolle Spiele gegen die besten Teams des Bezirks Oberschwaben-Ostalb freuen.
Ein großes Dankeschön gilt zunächst den drei Schiedsrichtern des Tages, Thomas Brzoska, Hubert Baur und Jonas Dück für tolle Leistungen. Selbstverständlich geht ein großes Dankeschön auch an alle Biberacher Eltern, die nicht nur als Unterstützer auf der Tribüne da waren, sondern auch als Helfer am Verpflegungsstand – vielen Dank. Danke auch an alle weiteren Helferinnen, egal ob am Schiedsgericht, an der Kamera oder auf der Bank!

Das TGB-Team: Albenita Kryeziu, Lena Theiss, Johanna Mayer, Maja Steinhauser, Mara Weddrien, Anna Benz, Ella Winter, Berfin Basmeydan, Matilde Karabinos, Jonna Fritsch, Amalie Botezatu, Frida Fleisch, Josefine Heyel und Pauline Kraich. Außerdem: Greta Durm.