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wJC1 / Weibliche C-Jugend unterliegt beim Tabellenführer trotz starker PhasenVanessa Otto - 25. November 2025
Am vergangenen Samstag stand für unsere weibliche C-Jugend das Auswärtsspiel beim bislang ungeschlagenen Tabellenführer der Oberliga, dem Alpla HC Hard, auf dem Programm – und das bereits zur frühen Vormittagszeit. Die lange Anreise nach Österreich in den frühen Morgenstunden stellte das Team vor eine zusätzliche Herausforderung. Dennoch war die Motivation groß: Nach der Leistung der Vorwoche wollte man sich steigern und an die starken Auftritte zu Saisonbeginn anknüpfen. Als klarer Underdog konnte die Mannschaft befreit aufspielen – zu verlieren gab es schließlich nichts.
Die Anfangsphase der Partie versprach ein sehenswertes Spiel. In den ersten 13 Minuten boten beide Teams ein offensives Feuerwerk, das durch viele Treffer und ein hohes Tempo geprägt war. Die Gastgeberinnen erarbeiteten sich einen kleinen Vorsprung, doch unsere Mädels hielten mutig dagegen. Dann jedoch zogen die Österreicherinnen das Tempo im Angriff an, kamen über einfache Auftakthandlungen zu Toren und fanden defensiv zunehmend mehr Stabilität. Unser Angriffsspiel wurde immer häufiger durch Stoppfouls unterbrochen, wodurch der Spielfluss verloren ging. So ging es mit einem 18:11-Rückstand in die Kabine.
Nicht die Tordifferenz bereitete dem Trainerteam die größten Sorgen, sondern die Körpersprache und der Umgang der Spielerinnen mit der Situation. Mit klaren Worten, Mut und dem Appell an die eigene Stärke versuchte man, das Team neu auszurichten. Mit Erfolg: Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte die Biberacherinnen eine beeindruckende Reaktion. Ein 3:0-Lauf brachte neuen Schwung und verunsicherte die zuvor so souveränen Gastgeberinnen merklich. Bis zur 40. Minute arbeitete man sich noch einmal auf sechs Tore heran und bewies große Moral.
Doch das kräftezehrende Spiel forderte in der Schlussphase seinen Tribut. Die Gastgeberinnen stellten ihre Stabilität wieder her, während unseren Mädels die letzten Prozent an Energie fehlten. Am Ende stand ein 21:31 auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das leistungstechnisch nachvollziehbar ist, in der Höhe jedoch schmerzt.
Die Enttäuschung war nach dem Schlusspfiff deutlich zu spüren, dennoch zeigte das Team in vielen Phasen, wozu es in der Lage ist. Genau daran gilt es in der kommenden Trainingswoche anzuknüpfen. Besonders im Angriffsspiel soll wieder mehr Selbstverständnis und Sicherheit entstehen, damit am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen TSV Deizisau hoffentlich wieder strahlende Gesichter in der Halle zu sehen sind.

Das Team: Sarah Ammann, Stina-Eirin Börner, Emilia Frankenhauser, Kirsten Hundertmark, Helena Ivkovic, Luise Kleineikenscheidt, Elena Krischak, Gemma Steinhauer und Mila Theiss